Frank Müller-Rosentritt

PM: ASEAN-Gipfel mit Putin und Li Keqiang

FDP-Außenpolitiker fordert mehr Engagement liberaler Demokratien in Asien
Chinesischer Ministerpräsident Li Keqiang

Am heutigen Donnerstag endet der ASEAN-Gipfel in Singapur. Während bei dem bedeutendsten Treffen der südostasiatischen Länder Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang auftraten, blieb US-Präsident Donald Trump dem Gipfel fern und unterstreicht damit einmal mehr den Rückzug der USA aus der Region. Vor diesem Hintergrund fordert der für Asien zuständige Außenpolitiker der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Müller-Rosentritt, eine aktivere Rolle Deutschlands und Europas in Asien.

„Während China und Russland ihre Beziehungen und damit natürlich auch ihre Einflusssphäre in der Region stets erweitern, ziehen sich die USA zurück. Deutschland als liberale Demokratie darf den Entwicklungen nicht vom Spielfeldrand aus zuschauen und die politische Gestaltungsmacht illiberalen Staaten überlassen. Die demokratischen Kräfte in den asiatischen Ländern würden es uns danken“, so Müller-Rosentritt.

Auch sollten Deutschland und Europa ein starkes Zeichen aussenden, dass man sich seine Partner nicht nur nach wirtschaftlicher Stärke aussuche, sondern auch nach gesellschaftlicher und politischer Liberalität: „Der Weg in Richtung Demokratie muss sich lohnen. Und der Ruf nach Deutschland und Europa in liberalen Staaten Asiens ist groß – nicht zuletzt wegen der zunehmenden Angst vor einer chinesischen Dominanz. Nicht autoritäre Staaten wie China oder Russland, sondern das liberale und demokratische Europa sollte die Lücke füllen, die die USA in Asien hinterlassen.“

Hintergrund: FAZ "Gruppenbild ohne Trump"

Foto: Chinas Ministerpräsident Li Keqiang | CC BY 2.0 | www.flickr.com/photos/nztradeandenterprise